Ich mag es Blogs zu lesen, manche jedenfalls. Und deswegen versuche ich es selber, also zu schreiben, nur funktioniert es nicht gut. Es ist aber immer wieder inspirierend die Blogs anderer zu lesen, bzw. motivierend.
Das Leben in einem anderen Land mag schwer sein, aber ich stelle fest, dass das hier kein anderes Land für mich ist, ich bin hier immer ein bisschen aufgewachsen und für mich ist der Supermarkt hier nichts besonderes. Natürlich ist es anders, natürlich gibt es Sachen, die ich nicht wie ein Schwede mache. Ich versteh das ganze Gesundheitssystem nicht ganz, auch wenn ich das wohl so behaupten wuerde, aber in dem Moment in dem ich zum Beispiel nach Kalmar zum Röntgen muss, ist es nicht mehr so klar und schon etwas seltsam. Wobei es den Schweden bis zu einem gewissen Grad wohl nicht besser geht.
Ich hab auch keine Ahnung wie das Schulsystem genau funktioniert. Klar, ich kenn mich aus was das Gymnasium angeht, aber auch nur eingeschränkt: Nämlich nur mit dem was mich betrifft, also im weitesten Sinne ungefähr mit dem was bei uns an der Schule passiert. Von den ganzen berufsbildenen Programmen hab ich keine Ahnung und genauso wenig weiss ich was es überhaubt für Programme ausser Natur, Samhäll, Teknik und Industri gibt. Und das wurde jetzt auch geändert. Die, die also jetzt im August mit dem Gymnasium angefangen haben, mussten zwischen anderen Programmen wählen.
Aber trotzdem fühle ich mich hier nicht fremd und irgendwie fühl ich mich auch besser integriert (trotz nicht grade extrem vieler Kontakte) als so manch eine Familie, die vor ein paar mehr Jahren als ich hier hin zog.
Ich komm da drauf, weil ich grade hier sitze und einen auf Babysitter mache. Die Jungs sollten oben was fernsehn und ich kann es hier unten tun, so wie es für sie wohl sonst auch ist, ausser dass jetzt ich statt ihrer Eltern hier sitze. Ich gucke deutsches Fernsehn. Schlag den Raab. Alles schön und gut, es ist ganz okay, aber ich seh noch nichtmal mehr hin, es intressiert mich nicht grossartig, aber es kam nichts anderes und bei P3 läuft heute Abend Doku, was auch nicht so mein Fall wär. Klar könnt ich Web-Tv gucken, aber das tu ich auch zuhause ständig. Jedenfalls frage ich mich, warum man als Deutscher in Schweden deutsches Fernsehn hat. Ferienhaus ist eine Sache, aber dauerhaft?
Klar man möchte auch ein bisschen was aus Deutschland hier haben und Fernsehn bietet sich an, aber genauso bietet sich schwedisches Fernsehn zur Integration an, irgendwie. Mal deutsches Fernsehn ist sicher auch nichts gegen zu sagen, aber da bietet sich heutzutage ja auch das Internet an. Beides ist sicher auch nicht schlecht, aber ich hab das Gefühl, dass bei Deutschen im Ausland wenn viel deutsches Fernsehn läuft.
Das ist natürlich nicht überall so und es kommt ja sowieso drauf an, aber irgendwie fiel es mir auf. Und irgendwie fiel mir dadurch auf, wie sehr ich mich hier einfach nicht fremd fühle, und das ist nochmal ein unterschied zu Zuhause.
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